Jetzt bewerben: BMFTR fördert Forschung zu aktuellen und künftigen Herausforderungen demokratischer Gesellschaften

Neue Förderinitiative des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) blickt auf die Gegenwart und Zukunft demokratischer Gesellschaften. Bewerbungen zum ersten Förderaufruf „Transformation in der Demokratie“ sind ab sofort möglich.

Menschenmenge auf einem von Bäumen gesäumten Boulevard mit Springbrunnen im Hintergrund

thinkstock

In Verbindung mit dem neuen Rahmenprogramm für die Geistes- und Sozialwissenschaften „Orientierung für eine Welt im Wandel“ veröffentlicht das BMFTR eine eigene Rahmenbekanntmachung für Forschung zu aktuellen Herausforderungen und Zukunftsperspektiven demokratischer Systeme. Denn Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit, sondern eine Errungenschaft, die aktiv geschützt und weiterentwickelt werden muss. Eben hier liegt der Schwerpunkt der neuen Rahmenbekanntmachung unter dem Titel „Aktuelle und künftige Herausforderungen demokratischer Gesellschaften“.

Forschung zu Gegenwart und Zukunft demokratischer Gesellschaften stärken

Ziel ist es, über mehrere Förderaufrufe zu unterschiedlichen Aspekten demokratischer Gesellschaften sowohl Forschungserkenntnisse als auch politisch und gesellschaftlich bedeutsames und anschlussfähiges Wissen zu Gegenwart und Zukunft demokratischer Gesellschaften zu generieren. Entstehen soll damit eine wissenschaftlich fundierte Grundlage um aktuelle Krisen, Herausforderungen und Entwicklungspfade demokratischer Systeme sach- und lösungsorientiert diskutieren zu können.

Erster Förderaufruf zum Thema „Transformationen in der Demokratie “

Demokratie heißt Wandel. Gesellschaftliche und technologische Veränderungen setzen kontinuierlich Impulse für diesen Wandel, sie fordern damit demokratische Strukturen aber auch heraus. Besonders in Krisenzeiten entsteht ein Spannungsverhältnis zwischen schnellem Handlungsdruck und dem Zeitbedarf demokratischer Verfahren, um Handlungsoptionen offen zu diskutieren und Kompromisse auszuhandeln. Demokratie muss sich in diesem Spannungsverhältnis bewähren und anpassen, ohne ihre Grundprinzipien zu verlieren. Neue Technologien, vor allem Künstliche Intelligenz und digitale Plattformen, verändern dabei die politische Beteiligung. Sie stellen neue Fragen nach Offenheit, Transparenz und Mitbestimmung.

Mit dem ersten Förderaufruf zum Thema „Transformationen in der Demokratie“ fördert das BMFTR sozial- und geisteswissenschaftliche Projekte, die neue Erkenntnisse über die komplexen Wechselverhältnisse zwischen gesellschaftlichen Dynamiken und staatlichem Handeln in Transformationsprozessen gewinnen.

Die Forschungsvorhaben dazu können sowohl theoretisch als auch anwendungsorientiert angelegt werden. Dabei ist der Transfer von Erkenntnissen, Lösungsansätzen und Maßnahmen an die relevanten Stakeholder in den Vorhaben jeweils mit einzubinden.

Der Förderaufruf richtet sich an staatliche und nicht-staatliche Universitäten und Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie weitere nicht gewinnorientiert arbeitende öffentliche und private Einrichtungen, z.B. Stiftungen, Vereine und Verbände, die die Zuwendungsvoraussetzungen erfüllen.

Die Laufzeit der Vorhaben ist für drei Jahre geplant. Der Start der Förderung ist voraussichtlich im ersten Halbjahr 2027. Weitere Informationen finden Sie auf dem GSW-Portal unter „Zukunftsfähige Demokratien/ Demokratieforschung“.

Die geförderten Projekte der Rahmenbekanntmachung „Aktuelle und künftige Herausforderungen demokratischer Gesellschaften“ sollen dazu beitragen,

  • die Demokratieforschung als wichtiges Forschungsfeld in den Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften zu stärken

  • disziplinübergreifend Forschungsexpertise zu aktuellen und künftigen Herausforderungen demokratischer Gesellschaften aufzubauen

  • Impulse für eine sachliche und informierte gesellschaftliche und politische Debatte zu Gegenwart und Zukunft der Demokratie zu setzen,

  • die Vernetzung der Forschung mit und den Transfer von Forschungsergebnissen an Zielgruppen der außerakademischen Praxis zu stärken und

  • auf Basis der Forschungserkenntnisse anwendungsorientierte Empfehlungen insbesondere für Akteure aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft zu generieren.

Die geförderten Projekte des ersten Förderaufrufs „Transformationen in der Demokratie “ sollen dazu beitragen,

  • neue Erkenntnisse über die komplexen Wechselverhältnisse zwischen gesellschaftlichen Dynamiken und staatlichem Handeln in Transformationsprozessen zu gewinnen.

  • praxisrelevantes Wissen und Lösungsansätze dazu zu entwickeln, wie die Herausforderungen kontinuierlicher Transformationsnotwendigkeiten im wechselseitigen Vertrauensverhältnis zwischen staatlichen Akteuren und Gesellschaft bewältigt werden können.

  • den Transfer von Erkenntnissen und Lösungsansätzen an relevante Stakeholder zu stärken.

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