Forschung

Geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung eröffnet Einblicke in die komplexen Zusammenhänge von Gesellschaft, Kultur und Technologie. Sie liefert fundiertes Wissen, das demokratische Strukturen stärkt, technologische Innovationen verantwortungsvoll begleitet und kulturelles Erbe für die Zukunft nutzbar macht.

Illustration mit verschiedenen einzelnen kleineren Bildern, die die verschiedenen Forschungsfelder darstellen

Vielfältige Forschungszweige

BMFTR

Zukunftsfähige Demokratien

Die Herausforderungen für demokratische Gesellschaften sind vielschichtig: geopolitische Spannungen, antidemokratische Mobilisierungen, aber auch disruptive technologische Entwicklungen. Auch Migration und Integration, wachsende Polarisierungen bis hin zu Extremismus verändern die Rahmenbedingungen unseres Zusammenlebens. Wie lassen sich all diese Transformationsprozesse erforschen und gestalten?

Mit dem Rahmenprogramm „Orientierung für eine Welt im Wandel“ fördert das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gezielt Forschung zu Themen, die uns alle betreffen – jetzt und in Zukunft. Dazu zählen eine resiliente Demokratie und der gesellschaftliche Zusammenhalt, Extremismus- und Radikalisierungsprävention. Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen und in konkrete Impulse für Politik und Gesellschaft zu übersetzen. Denn: Nachhaltige Strategien entstehen dort, wo geistes- und sozialwissenschaftliche Expertise gesellschaftliche Dynamiken analysiert, Konflikte sichtbar macht und Handlungsspielräume aufzeigt.

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Kultur und Gesellschaft

Ebenso wichtig für die Innovationsfähigkeit moderner Gesellschaften ist der Umgang mit kultureller Vielfalt und kulturellem Erbe. Letzteres gilt es, für die Gesellschaft nutzbar zu machen. Der Forschungsbereich „Kultur und Gesellschaft" umfasst Themen wie kulturelles Erbe und gesellschaftliche Dynamiken, gesellschaftliche Veränderungen und praxisnahe Lösungen – für ein Zusammenleben, das Vielfalt, Zusammenhalt und Innovation vereint.

Forschende untersuchen, wie kulturelles Erbe, soziale Praktiken und gesellschaftliche Strukturen das Leben heute prägen und die Zukunft formen. Hier wird sichtbar gemacht, wie historische Erfahrungen, Traditionen und Innovationen miteinander verwoben sind und analysiert, welche Faktoren gesellschaftlichen Zusammenhalt, Integration und demokratische Resilienz stärken.

Mit interdisziplinärer Forschung, digitaler Vernetzung und praxisnahen Projekten werden Lösungen entwickelt, die Politik, Bildung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft direkt unterstützen. Von der Analyse kultureller Werte über die Erforschung sozialer Dynamiken bis hin zu neuen Formen der Wissensvermittlung – hier entsteht Wissen, das Gesellschaften aktiv stärkt und Orientierung in einer sich rasant wandelnden Welt gibt.

Mehr dazu erfahren Sie unter Kultur und Gesellschaft

Entwicklungsräume für die Geistes- und Sozialwissenschaften (GSW)

Innovative Forschung braucht Freiraum für Entwicklung. Von den Regionalstudien und Merian Centres über die Käte Hamburger Kollegs und Kleinen Fächer bis hin zu europäischen Förderprogrammen – das neue GSW-Rahmenprogramm eröffnet Forschenden weitreichende Perspektiven. Zugleich eröffnet es neue Experimentier- und Freiräume, in denen Forschende selbstbestimmt ihre Themen setzen und wissenschaftliche Entwicklungen vorantreiben können. National wie international. Nur eine disziplinär breite und international wettbewerbsfähige Wissenschaftslandschaft kann die erforderliche Expertise zur Bearbeitung drängender Gegenwartsfragen bereitstellen. Daher unterstützt das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt sowohl die themenbezogene Forschung als auch Förderformate, die Forschenden Frei- und Entwicklungsraum für selbstgewählte Forschungsfragen geben. 

Mehr dazu erfahren Sie unter Entwicklungsräume für die GSW

Technologischen Wandel gestalten

Das BMFTR trägt mit seiner Förderung dazu bei, die Potenziale von Daten für innovative Forschungsansätze zu nutzen und neue Perspektiven auf gesellschaftliche, kulturelle, aber auch technologische Fragestellungen zu erschließen. Nicht zuletzt kann nur durch eine konsequente Einbeziehung der Erkenntnisse aus den geistes- und gesellschaftswissenschaftlichen Disziplinen ein nachhaltiger technologischer Fortschritt erreicht werden, der auf breite Akzeptanz stößt und die Wettbewerbsfähigkeit einer Gesellschaft steigert.

Die Digital Humanities verbinden klassische Geistes- und Sozialwissenschaften mit modernster Technik. Mit digitalen Werkzeugen, großen Datenbeständen und innovativen Methoden erforschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Sprache, Geschichte, Kultur und Gesellschaft auf völlig neue Weise. Von der Analyse historischer Dokumente über digitale Kulturerbe-Projekte bis hin zu KI-gestützten Forschungsansätzen – Digital Humanities machen Wissen sichtbar, messbar und für Politik, Bildung und Gesellschaft nutzbar. So entstehen neue Erkenntnisse, die gesellschaftliche Entwicklungen erklären, kulturelle Ressourcen erschließen und Orientierung in einer sich schnell verändernden Welt bieten.

Neue Möglichkeiten, aber auch Herausforderungen entstehen durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI). Sie hat das Potenzial, viele Lebensbereiche grundlegend zu verändern. Umso wichtiger ist es, dass die Geistes- und Sozialwissenschaften diese Transformationsprozesse erforschen, durchdringen und mitgestalten – zum Wohle der Menschen. Das BMFTR stellt dafür gezielt Förderangebote bereit.

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