Transatlantische Plattform für Geistes- und Sozialwissenschaften (T-AP)
Die Transatlantische Plattform für Geistes- und Sozialwissenschaften (T-AP) hat sich zum Ziel gesetzt, die wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen Südamerika, Nordamerika, Südafrika und Europa voranzutreiben und mit internationaler Forschungskooperation auf den Wissensbedarf zur Bewältigung globaler gesellschaftlicher Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu reagieren.
Transatlantische Forschungszusammenarbeit
Transatlantic Platform
Die Trans-Atlantic Platform (T-AP) ist ein Zusammenschluss zwischen zentralen Forschungsförderern in Nord- und Südamerika und Europa auf dem Gebiet der Sozial- und Geisteswissenschaften. In ihrem Rahmen werden transatlantische, insbesondere interdisziplinäre Forschungsverbünde gefördert– und zwar auf Forschungsgebieten, in denen die internationale Zusammenarbeit besonders vielversprechend ist. Außerdem arbeiten die T-AP-Mitgliedsorganisationen daran, mit ihren Förderverfahren die internationale Zusammenarbeit in den Sozial- und Geisteswissenschaften zu erleichtern. Seit 2016 hat die T-AP fünf Ausschreibungen veröffentlicht.
Soziale Innovationen
Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) hat sich an einer Förderrichtlinie von 2018 zum Thema “Soziale Innovationen“ beteiligt. Die daraus hervorgegangenen transatlantischen Forschungsverbünde haben zusammen mit Akteuren aus der Zivilgesellschaft und verschiedenen gesellschaftlichen Sektoren wie zum Beispiel Bildung und Wirtschaft zusammengearbeitet, um die Expertise zur Lösung dringlicher gesellschaftlicher Herausforderungen zusammenzuführen. Als soziale Prozesse sind die geschaffenen Innovationen wiederum ein Gegenstand für die sozial- und geisteswissenschaftliche Analyse. Das BMFTR hat außerdem im November 2022 eine Konferenz der T-AP zum Thema: „Social Innovation – Learning from Multinational Collaboration“ ausgerichtet.
Erholung, Erneuerung und Resilienz in einer Postpandemischen Welt
Im Frühjahr 2021 hat die T-AP eine internationale Ausschreibung zum Thema "Recovery, Renewal and Resilience in a Post-Pandemic World" veröffentlicht. Von 2022 bis 2025 setzten sich 19 transatlantische Projekte, darunter fünf mit Beteiligung des BMFTR, mit den mittel- und langfristigen Folgen der Corona-Pandemie aus geistes- und sozialwissenschaftlicher Perspektive auseinander. Die internationalen Projekte lieferten Erkenntnisse über mögliche Ansätze zur Linderung negativer gesellschaftlicher Folgen der Corona-Pandemie und zur Stärkung der Resilienz im Falle zukünftiger Krisen.
Das BMFTR wird sich auch an der fünften internationalen Ausschreibung zum Thema „Vorbereiten auf morgen: Gesellschaften und Strategien in Zeiten des Wandels“ mit Förderangeboten beteiligen. Die gemeinsame Ausschreibung ermöglicht transatlantische Kooperationsprojekte, die in einer Zeit tiefgreifenden globalen Wandels und zugleich großer Ungewissheit erforschen, wie die Gesellschaft zukünftige Entwicklungen antizipieren, auf neue Herausforderungen reagieren und damit zu einer resilienten und inklusiven Zukunft für alle beitragen kann.
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