PROJEKTWEBSEITE: Verbundprojekt: Kontrahegemoniale Stimmen in Musikarchiven

KOSTIMA widmet sich der Erschließung, Digitalisierung und Erforschung von Materialien in Musikarchiven, die politischen Widerstand dokumentieren. Ziel ist es, kritische Positionen und politische Botschaften in diesen Archiven zu entdecken und somit marginalisierte und unterdrückte Perspektiven in das kollektive Gedächtnis zu rücken.

Mitglieder des Verbundprojekts sind das Institut für Ethnologie und Afrikastudien (ifeas) sowie das Archiv für die Musik Afrikas (AMA) in Mainz, das Europäische Zentrum für Jüdische Musik (EZJM) der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover sowie das Center for World Music (CWM) der Universität Hildesheim.

Kostima-Forschungsprojekt

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Frederick Weck, weckdesign

Inhaltlich setzen die drei Teilprojekte dabei jeweils ganz unterschiedliche thematische wie disziplinarische Schwerpunkte.

Das Mainzer Teilprojekt1 befasst sich sprachwissenschaftlich mit oftmals subtil geäußerter politischer Kritik in den Werken kongolesischer MusikerInnen der 1970er und 1980er Jahre unter der Herrschaft Mobutus auseinander.

Teilprojekt 2 am EZJM Hannover widmet sich der Wiederentdeckung und Digitalisierung der Werke des jüdischen Komponisten Peter Ury, der während der Herrschaft der Nationalsozialisten ins Vereinigte Königreich emigrierte.

Das dritte Teilprojekt, welches in Hildesheim ansässig ist, bearbeitet den Vorlass von Raimund Vogels, der in den 1980er und 1990er Jahren zu Musiken an den Herrscherhöfen Maiduguris im nigerianischen Borno State forschte.

KOSTIMA wird ermöglicht durch die Förderlinie "Vernetzen – Erschließen – Forschen. Allianz für Hochschulsammlungen II" des BMFTR (Projektlaufzeit: 01.07.2023 bis 30.06.2027).

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