Webtalkreihe "Getroffene Orte – Lokale Strategien im Umgang mit islamistischer und rassistischer Gewalt"

Die RADIS-Förderlinie startet ihre dritte Webtalkreihe „Getroffene Orte – Lokale Strategien im Umgang mit islamistischer und rassistischer Gewalt“ in Kooperation mit der bpb und ufuq.de im Rahmen des Projekts KN:IX connect.

11.11.2025 - 31.03.2026

Webtalkreihe „Getroffene Orte – Lokale Strategien im Umgang mit islamistischer und rassistischer Gewalt“

Im Rahmen der RADIS-Förderlinie startete im November 2025 die neue Webtalkreihe „Getroffene Orte – Lokale Strategien im Umgang mit islamistischer und rassistischer Gewalt“. Sie wird gemeinsam mit der bpb und ufuq.de im Rahmen des Projekts KN:IX connect umgesetzt.

Die Reihe thematisiert, wie islamistische, rechtsextreme und rassistische Anschläge nicht nur einzelne Personen treffen, sondern das Zusammenleben und den sozialen Zusammenhalt vor Ort erschüttern. Neben dem Schüren von Unsicherheit und Angst im öffentlichen Raum gehören auch die Mobilisierung von Feindbildern und die Polarisierung des gesellschaftlichen Klimas zu den Folgen solcher Anschläge. Die emotionalen, sozialen und politischen Auswirkungen solcher Gewalttaten reichen weit über die unmittelbar Betroffenen hinaus. Wie gehen zivilgesellschaftliche und städtische AkteurInnen mit den Folgen dieser Gewalt um? Welche lokalen Strategien entstehen im Umgang mit kollektiven Traumatisierungen, Verunsicherung und gesellschaftlicher Polarisierung? Wie werden Betroffene unterstützt und Gedenken organisiert? Und welche Strukturen haben sich nach solchen Ereignissen bewährt und können als präventive Ansätze für andere Städte dienen?

Die Webtalkreihe widmet sich diesen Fragen aus der Perspektive lokaler AkteurInnen. Ziel ist es, Erfahrungen zu bündeln, die sowohl in Präventionsansätzen als auch in akuten Krisensituationen aufgegriffen werden können. Denn an Orten, die Ziel islamistischer oder rassistischer Anschläge wurden, sind neue Formen der Solidarität, des Erinnerns und der Zusammenarbeit gefragt.

Die Veranstaltungsreihe richtet sich vor allem an zivilgesellschaftliche AkteurInnen, Mitarbeitende kommunaler Verwaltungen und KommunalpolitikerInnen, um Erfahrungen auszutauschen, Herausforderungen zu benennen und Handlungsmöglichkeiten sichtbar zu machen.

Alle Termine im Überblick:

11.11.2025 | 16:00–17:30 Uhr
Traumaland: Eine Spurensuche in deutscher Vergangenheit und Gegenwart
Mit Asal Dardan (Autorin), Moderation: Sakina Abushi (ufuq.de) und Judith de Santis (ufuq.de)

02. Dezember 2025 | 16:00–17:30 Uhr
Am Tag danach. Erfahrungen des Opferbeauftragten nach dem Anschlag in Hanau 
Mit Robert Erkan (Mediator und Coach, ehemaliger städtischer Opferberater der Stadt Hanau), Moderation: Götz Nordbruch (ufuq.de) und Lars Schäfer (RADIS)

16. Dezember 2025 | 16:00–17:30 Uhr
Nach dem Anschlag in Magdeburg – Resonanzstraftaten und migrantische Perspektiven 
Mit Aras Badr (LAMSA e.V.) und Saeed Saeed, Moderation: Manuela Freiheit (IKG, RADIS) und Lars Schäfer (VPN, RADIS)

13. Januar 2026 | 16:00–17:30 Uhr
Nach und vor einem Anschlag: Prävention und Intervention durch Sicherheitsrunden 
Mit Erik Alm (KORA Sachsen), Andrea Hübler (RAA Sachsen), Mario Herber und Thomas Herbst (Polizeidirektion Dresden), Moderation: Manuela Freiheit (IKG, RADIS) und Lars Schäfer (VPN, RADIS)

27.01.2026 | 16:00–17:30 Uhr
Die Macht der ersten Erzählung: Medien und der Kampf um die Deutungshoheit nach Anschlägen
Mit Marcus da Gloria Martins (Leiter Staatsschutz im PP München) und Sarah Thust (Journalistin bei der Faktencheck-Redaktion CORRECTIV), Moderation: Thy Le

10.02.2026 | 16:00–17:30 Uhr
Reden nach dem Anschlag – Erfahrungsbericht Bielefeld 
Mit Mareike Wilke und Prof. Dr. Andreas Zick (Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) der Universität Bielefeld), Moderation: Götz Nordbruch (ufuq.de)

24.02.2026 | 16:00–17:30 Uhr
Gewalt die bleibt – zur Weitergabe von Gewalt, Angst und Erinnerung in einer Stadt mit multipler Anschlagsgeschichte
Mit Dr. Ali Kemal Gün, Moderation: Lars Wiegold (PRIF, RADIS) 

17.03.2026 | 16:00–17:30 Uhr
Kein Schlussstrich, sondern „Doing Memory“! – Lokales Gedenken 15 Jahre nach dem NSU
Mit Tanja Thomas (Eberhard Karls Universität Tübingen / Forschungsprojekt „Doing Memory“) und Kemal Bozay (IU Internationale Hochschule Köln / Modellprojekt „Doing Memory – Keupstraße“), Moderation: Aisha Camara

31.03.2026 | 16:00–17:30 Uhr
Aktive Opferhilfe – Strukturen und Gesetzesinitiativen nach dem Breitscheidplatz-Anschlag