Krise des Rechts oder Genese einer neuen Rechtskultur?

Vielleicht müssen wir – über den üblichen Empörungsgestus hinaus – den Schritt wagen, statt einer bloßen „Krise des Rechts“ die Genese einer „neuen Rechtskultur“ zu analysieren. 

10.02.2026 | 15:00 - 18:00 Uhr

Die Rechtskultur-Semantik bietet den großen Vorteil, dass sie sich von normativen Bewertungen lösen kann, um eine präzise Beschreibung und Erklärung normativer Ordnungen zu ermöglichen – wie es für eine kulturwissenschaftlich inspirierte und kritische Analyse des Rechts erforderlich ist.

Es geht darum, einen Perspektivenwechsel zu beleuchten, für den wir noch keine festen Begriffe (Neo-Imperialismus, Neo-Kolonialismus etc.) haben, der sich aber auch nicht mehr als bloßes Phänomen der Abweichung von überkommenen Rechtsvorstellungen fassen lässt. Beiträge kommen von AmerikanistInnen, RechtssoziologInnen und RechtstheoretikerInnen. Wir freuen uns auf rege Teilnahme an diesem spannenden Analyseprozess.

Programmübersicht

1. Einführung
Crise of Law or Genesis of a New Legal Culture?

  • Werner Gephart (EDFK/Universität Bonn)
    Kommentar: David Nelken (Kings College, tba)
    Anschließende offene Diskussion

2. Recht in der Krise und neue Tendenzen der Rechtskultur (internationale Perspektiven)

  • USA: Joachim Savelsberg (University of Minnesota)
  • Südamerika: Helga Lell (UNLPam Argentina)
  • Frankreich: Jacques Commaille (ENS Saclay) & Pierre Brunet (Paris I)
  • Polen: Ryszard Bobrowicz (University Bonn)
  • Deutschland: Holger Grefrath (TU Berlin)

Offene Diskussion

3. Naming and Framing the Emerging New

  •          Joachim Savelsberg (University of Minnesota)
  • David Nelken (Kings College, tba)
  • Pierre Brunet (Paris I)

Offene Diskussion

4. Die Zukunft des Rechts: Prognosen und Visionen

  • Alle Teilnehmenden
    Abschließende offene Diskussion

Weitere Informationen finden Sie hier: Krise des Rechts oder Genese einer neuen Rechtskultur? — edfk