CfP Jahrestagung für Universitätssammlungen 2026 in Magdeburg: (Wieder)Instandsetzung - Modifizierendes Bewahren als Sammlungspraxis

Vom 10. bis zum 12. September 2026 richtet die Kustodie der OVGU die Jahrestagung für Universitätssammlungen aus. Das Tagungsthema ist "Wieder(Instandsetzung). Modifizierendes Bewahren als Sammlungspraxis". Wir freuen uns über Vorschläge für Einzelbeiträge, Panels, Objektpräsentationen, Workshops und Poster. Einreichungen sind bis zum 12.4. möglich.

Die 17. Jahrestagung für Universitätssammlungen findet vom 10. bis 12. September 2026 an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OVGU) statt. Sie wird gemeinsam von der Kustodie der OVGU und der Gesellschaft für Universitätssammlungen e. V. (GfU) veranstaltet.

(Wieder)Instandsetzung betont die Möglichkeit, Objekte in unterschiedlichste aktuelle Anwendungs- oder Forschungszusammenhänge einbinden zu können. Diese generieren objektgeschichtliches aber auch anderes objektbezogenes Wissen, z.B. durch die sinnlich-funktionale Bereicherung des Objekts.

Die Jahrestagung möchte sich die Mannigfaltigkeit wissenschaftlicher Sammlungen zu Nutze machen, um Fragen nach dem Erhalt von Funktionen und Praktiken der (Wieder)Instandsetzung aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten. Beispielsweise kann aus einer postkolonialen Perspektive die in Sammlungen überlieferte Funktionalität von Objekten in Frage gestellt werden. Lässt sich die Funktion von im Zuge des Kolonialismus angeeigneten Objekten überhaupt „bewahren“ oder (wieder)instandsetzen, wenn die bewahrende Institution ihren Anwendungsrahmen mitunter ausgelöscht hat?

Vor diesem Hintergrund sind Beiträge zu den folgenden Fragen, aber ebenso weitere Themenvorschläge, willkommen:

• Wie können Sammlungsobjekte (wieder)instandgesetzt werden?

• Was geschieht mit konkreten Objekten in (Wieder)Instandsetzungsprozessen?

• Welche Beziehungen bestehen zwischen restauratorischen Praktiken und (Wieder)Instandsetzung?

• Wie wirkt sich der Umgang mit spezifischen Objektgruppen, z.B. Instrumenten, Tonträgern, Software oder industriellen Dampfmaschinen, auf das Konzept des (Wieder)Instandsetzung aus?

• Welche Rolle kommt interdisziplinärer und außerakademischer Expertise bei der (Wieder)Instandsetzung zu?

• Wo liegen die Potenziale und Grenzen musealer (Wieder)Instandsetzungspraktiken?

Zudem wird das bei der Wiener Sammlungstagung 2022 erstmals erprobte Sonderformat der „object lesson“ wieder aufgegriffen: Dazu erbitten wir Vorschläge für analoge Objektpräsentationen vor Ort: sie sollen Spezifika, historische Spuren oder besondere Qualitäten aufzeigen, die anhand eines mitgebrachten Objekts vorgestellt werden und im Idealfall spezifische Erkenntnismöglichkeiten, die durch das Dingliche entstehen, eröffnen.

In Planung sind folgende Formate:

• Einzelbeiträge (15 Minuten),

• Panels (3–4 Beiträge à 15 Minuten)

• Workshops (60–90 Minuten)

• Poster-Session (A1)

• object lesson

Die Tagungssprachen sind Englisch und Deutsch. Bitte senden Sie Ihren Vorschlag für einen Beitrag in Form eines Abstracts von max. 400 Wörtern und eine Kurzbiographie mit dem Betreff „CfP (Wieder)Instandsetzen“ bis zum 12. April 2026 per E-Mail an die folgende Adresse: kustodie@ovgu.de.

Zum vollständigen Call: CfP zur Sammlungstagung 2026 in Magdeburg